201512.17
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Antibabypille erhöht Thromboserisiko

Schlagzeilen macht derzeit der Falle einer 31-jährigen, die den Hersteller der früher von ihr eingenommenen Antibabypille auf Schadensersatz verklagt. Der Hersteller habe- so der Vorwurf- im Beipackzettel nicht hinreichend auf das mit der Einnahme der Pille verbundene erhöhte Thromboserisiko hingewiesen. Die Klägerin erlitt im Alter von nur 25 Jahren eine Lungenembolie, die zum Herzstillstand führte und noch heute weitreichende Auswirkungen auf ihr Leben hat.

Auch eine von uns vertretene Patientin erlitt aufgrund der Einnahme der Antibabypille eine Beinvenenthrombose. Der Vorwurf an den behandelnden Gynäkologen lautet dahingehend, die Patientin bei Verschreibung der Pille nicht ordnungsgemäß auf das Thromboserisiko hingewiesen zu haben. Zudem war unsere Mandantin zum damaligen Zeitpunkt erst 14 Jahre alt, sodass unserer Auffassung nach auch die Eltern in den Entscheidungsprozess für oder wider die Pilleneinnahme einzubeziehen gewesen wären. Die Entscheidung des zuständigen Landgerichtes steht noch aus.

In der Praxis scheint insgesamt recht sorglos mit den nicht unerheblichen Risiken der Antibabypille umgegangen zu werden. Vielmals werden die Patientinnen gar nicht oder nur unzureichend auf diese hingewiesen und sind sich damit den Gesundheitsgefahren, die mit der Einnahme der Pille verbunden sind, gar nicht bewusst. Oftmals steht damit ein Aufklärungsverschulden des behandelnden Arztes im Raum, das im Einzelfall zu einem nicht unerheblichen Schadensersatzanspruch führen kann. Unsere Rechtsanwälte und Fachanwälte für Medizinrecht beraten Sie hierzu gerne in einem ersten kostenfreien Beratungsgespräch.


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