Wenn die Unfallversicherung nicht zahlt

Ansprüche gegen die Unfallversicherung mit einem Patientenanwalt erfolgreich durchsetzen.

Unfallversicherer die Geschädigte im Stich lassen – Ist es ein Vorurteil, dass Versicherungen nur ungern zahlen? Für die Versicherten ist es auf jeden Fall im ersten Moment eine böse Überraschung. Doch was, wenn die Versicherung im Ernstfall nicht zahlen will. War die Vorsorge umsonst?

Versicherungsrecht

Eine private Unfallversicherung bietet zusätzlichen Schutz. Der Versicherer verspricht im Falle eines Unfalls eine einmalige Invaliditätsleistung oder sogar eine monatliche Rente als Ausgleich für die dauerhaften Beeinträchtigungen.

Voraussetzungen der Leistung

Ein Unfall liegt dann vor, wenn die versicherte Person plötzlich und unvorhersehbar durch ein von außen kommendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Voraussetzung ist eine Gesundheitsschädigung, die die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt (Invalidität). Egal, ob der Unfall fremd- oder eigenverschuldet passiert ist. Eine dauerhafte Beeinträchtigung liegt dann vor, wenn der Zustand voraussichtlich mehr als drei Jahre andauern wird und eine Änderung dieses Zustandes nicht mehr zu erwarten ist.

Es sind verschiedene Fristen einzuhalten. In der Regel sind folgende Fristen ausschlaggebend:
1. Die Invalidität muss innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten sein.
2. Die Invalidität muss innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt und der Unfallversicherung angezeigt worden sein.
Verantwortlich für die Einhaltung der Fristen ist der Versicherungsnehmer. Es ist nicht erforderlich, dass durch den Arzt bereits der Grad der Invalidität festgestellt wurde.
3. Der Versicherer muss schriftlich über diese Frist belehren. Ohne Belehrung kann sich die Versicherung nicht auf eine Fristversäumnis berufen.

Was tun wenn die Unfallversicherung nicht zahlt

Kommt es zum Ernstfall, muss die Unfallversicherung eine einmalige Summe oder eine Unfallrente zahlen. Empfehlenswert ist es diese beiden Leistungen zu verbinden, um hohe kurzfristige Kosten, wie Umbauarbeiten im Haus sowie den Aufenthalt in Spezialkliniken zahlen und gleichzeitig auch langfristig z.B. Lohnausfall ausgleichen zu können. Die Höhe der Summe ist abhängig von der Schwere der Unfallfolgen, also vom Invaliditätsgrad.

Kein Zufall – sondern Strategie: die Unfallversicherung zahlt nicht.

Immer wieder verweigert die Unfallversicherung im Bedarfsfall die Leistung. Die Versicherungsgesellschaft möchte so wenig wie möglich zahlen und überprüft genau, ob sie zur Zahlung überhaupt verpflichtet ist, und sucht Gründe dafür, die Leistungen zu versagen.  Die Auseinandersetzungen zwischen dem Versicherer und dem Versicherten können sich für den Geschädigten schnell zu einer Tragödie entwickeln, wird er dadurch beispielsweise in seiner Existenz bedroht. Es gehört mitunter zur Praxis der Versicherer in kostenintensiven Fällen Unfallopfer durch gezieltes „Abwimmeln“ mutlos zu machen.

Wird aber eine Leistung dann letztendlich doch zuerkannt, folgt häufig eine Auseinandersetzung über den Grad der Invalidität, der durch die sog. Gliedertaxe bestimmt wird.

In der Regel lässt der Betroffene den Grad seiner Invalidität durch seinen eigenen Hausarzt oder einen Facharzt durchführen. Ist die Versicherung mit dem Ergebnis nicht einverstanden, lässt sie den Versicherten von eigenen Gutachtern untersuchen, die der Versicherung mitunter „nahe stehen“. Daher ist es von Vorteil, rechtzeitig einen versierten Anwalt zu konsultieren, um die Fristen zur Feststellung des Invaliditätsgrades nicht zu versäumen.

Unser Vorgehen

Wenn Ihre Unfallversicherung nicht zahlt werden wir zunächst eine Kopie Ihrer Versicherungsakte anfordern. Denn wichtig: die Vertragsbedingungen. Es gibt viele verschiedene Klauseln, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden wir müssen wissen, was bei Abschluss des Vertrages angegeben worden ist, was versichert ist und welche Leistungen vereinbart wurden. Auch wollen wir in Erfahrung bringen, welche sonstigen Unterlagen und Schriftstücke in der Akte des Versicherers zu finden sind. Gegebenenfalls werden wir noch Zeugenaussagen einholen und bei den behandelnden Ärzten die Behandlungsdokumentation anfordern.

Nach der Beweissicherung wird unser Anwalt die vorhandenen Beweise auswerten und begutachten. Mitunter ziehen wir einen medizinischen Experten aus unserem Gutachter-Netzwerk hinzu.

Anschließend berechnen wir Ihre Ansprüche und gehen in die außergerichtlichen Regulierungsverhandlungen über. Dabei geht es zunächst darum, für Sie erst einmal ohne Einschaltung des Gerichtes möglichst zeitnah alle Ihnen zustehenden Ansprüche geltend zu machen. Sollte Ihre Versicherung nicht zu einer außergerichtlichen Lösung bereit sein, reichen wir Klage ein.

Wir geben unser Bestes: Für Ihr Patientenrecht. 

Zwischen Mandant und Anwalt ist vor allem eines wichtig: Vertrauen. Grundlage unserer Zusammenarbeit ist daher eine kostenfreie anwaltliche Erstberatung. So lernen Sie uns und wir Sie und Ihren Fall kennen.

Schreiben Sie uns was Sie auf dem Herzen haben oder rufen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne! Um Zeit und vor allem Ihr Geld zu sparen haben wir einen Patientenfragebogen entwickelt. So können wir uns gezielt auf das erste Gespräch mit Ihnen vorbereiten.

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