Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht

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Ganz besonders bei Berufsunfähigkeit können die Schadensfälle sehr hoch sein, also fünfstellige Summen und mehr. Hier kommt es häufig zur Leistungsverweigerung der Versicherung und zu langen Prozessen. Wenn z.B. ein Leistungsanspruch von 2500 Euro im Monat geltend gemacht wird, also von 30.000 Euro im Jahr und das über die nächsten 20 Jahre, dann ist man schnell in einem hohen sechsstelligen Bereich und damit fangen die Schwierigkeiten an: Die Versicherung verweigert die Leistung – häufig zu Unrecht.

Versicherungsrecht

Der Berufsunfähigkeitsversicherung tritt ein, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls voraussichtlich auf Dauer ihren zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. Abzustellen ist dabei auf die tatsächlich von der versicherten Person ausgeübte Tätigkeit, so wie sie konkret ausgestaltet war.

In vielen Versicherungsverträgen ist geregelt, dass Berufsunfähigkeit nur solange vorliegt, wie die versicherte Person keine andere Tätigkeit ausübt, die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht (sog. konkrete Verweisung).

Den Fall der sog. abstrakten Verweisung (die versicherte Person übt zwar keine andere Tätigkeit aus, wäre aber imstande, eine andere Tätigkeit auszuüben, zu der sich aufgrund ihrer Ausbildung und Fähigkeit in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht) ist in den heutigen Versicherungsbedingungen hingegen kaum mehr zu finden.

Sobald der Versicherungsnehmer Leistungsansprüche anmeldet, prüft der Versicherer zunächst, ob die sog. Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag vollständig und richtig beantwortet worden wurden.

Wurden Vorerkrankungen verschwiegen, stehen dem Versicherer unter Umständen Anfechtung und Rücktritt vom Vertrag oder Kündigung oder das Recht auf Vertragsanpassung zu, was im Ergebnis zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen kann.

Voraussetzungen für diese Rechte wären:

Fragen des Versicherers in Textform

Die Gesundheitsfragen müssen in Textform gestellt worden sein und dem Versicherungsnehmer bei Antragstellung vorgelegen haben. Hat der Versicherungsmakler die Gesundheitsfrage lediglich vorgelesen genügt dies zum Beispiel nicht.

Nichtanzeige von Gefahrumständen

Es muss ich bei den Erkrankungen oder Behandlungen um Umstände handeln, die für den Versicherer für die Frage für oder wider des Vertragsabschlusses tatsächlich relevant gewesen wären.

Ordnungsgemäße Belehrung

Voraussetzung ist, dass der Versicherungsnehmer bei Antragsstellung ordnungsgemäß auf die Folgen einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht hingewiesen wurde, u. a. durch drucktechnisch hervorgehobene und vollständige Belehrung.

Der Nachweis der Berufsunfähigkeit obliegt dem Versicherungsnehmer und ist durch Vorlage entsprechender ärztlicher Atteste zu erbringen.

Doch das heißt für den Versicherten nicht automatisch, dass er im Falle der Berufsunfähigkeit eine Rente von seiner Versicherung erhält. Stellt der Versicherte seinen Leistungsantrag, wird dieser nicht selten abgelehnt. Die Versicherungen stellen sich gerne auf den Standpunkt, dass der Versicherte gar nicht berufsunfähig sei oder therapeutisch (noch) nicht alles getan hätte, um eine Gesundung herbeizuführen. Häufiges Argument ist auch, er hätte ursprünglich falsche oder unvollständige Angaben beim Abschluss der Versicherung gemacht. Als sei der Schicksalsschlag der Berufsunfähigkeit nicht schon schlimm genug für den Betroffenen, wird ihm jetzt auch noch finanzielle Grundversorgung verweigert. Da hilft es einem auch wenig zu wissen, dass in Deutschland jedes Jahr sowieso nur ein geringer Teil der Leistungssteller eine Zahlung erhält.

Zu beachten ist die 3- jährige Verjährungsfrist.

Fazit: Lehnt die Versicherung gleich zu Beginn die vollständige Zahlung ab, sollten Sie sich sofort an einen fachlich kompetenten Anwalt wenden.

Wir geben unser Bestes: Für Ihr gutes Recht.

Zwischen Mandant und Anwalt ist vor allem eines wichtig: Vertrauen. Grundlage unserer Zusammenarbeit ist daher ein unverbindliches – selbstverständlich kostenfreies – Erstgespräch. So lernen Sie uns und wir Sie und Ihren Fall kennen

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