Kunstfehler in der plastischen Chirurgie

Ein Behandlungsfehler des plastischen Chirurgen? Ein Patientenanwalt weiß, wann Ihnen Ansprüche zustehen!

Schoenheitsoperationen

In der plastischen Chirurgie wird leider häufig das Risiko verharmlost.

In der plastischen Chirurgie wird unterschieden. Einerseits existiert die „Ästhetische Chirurgie“, die sich ausschließlich auf den Aussehens-Wunsch konzentriert. Andererseits gibt es die „Rekonstruktive Chirurgie“, welche sich darum bemüht, angeborene oder entwickelte Fehlbildungen zu korrigieren, welche auch dem Patienten seelisch schwer zu schaffen machen. Dazu gehören beispielsweise die operative Korrektur von Gaumenspalten, abstehenden Ohren, Narben von Verbrennungen, das Wiederannähen und Modelieren von Körpeteilen sowie das Angleichen von Nerven und Muskeln zur Wiederherstellung  der Funktion und Beweglichkeit.

Der Patient kann bei einem Behandlungsfehler in Bereich der plastischen Chirurgie dauergeschädigt, oder sogar teilweise pflegebedürftig oder teilweise erwerbsgemindert werden. Dann stehen dem Patienten meist hohe Schadensersatzansprüche, im drastischen Fällen bis in Millionenhöhe, zu. Gerade auch in solchen Fällen können Patienten schwere psychische Schäden erleiden. Hier stehen den Patienten Schmerzensgeld zu.

Ärzte haben gerade im Bereich der plastischen Chirurgie den Patienten schonungslos über alle Risiken und Erfolgschancen aufzuklären.

In der plastischen Chirurgie wird leider häufig das Risiko verharmlost, weil Ärzte mitunter vornehmlich wirtschaftliche Interessen verfolgen. Laut der herrschenden Rechtsprechung trägt stets der Arzt die Beweislast für die Erfüllung seiner Aufklärungs- und Beratungspflicht. Steht die Verletzung der Aufklärungspflicht fest, so kann der Arzt zwar immer noch einwenden, der Patient hätte auch bei ordnungsmäßiger Aufklärung in den Eingriff eingewilligt. Naturgemäß stößt aber solcher Beweis auf erhebliche Schwierigkeiten, wenn der Patient plausibel erklärt, dass er bei ordnungsmäßiger Aufklärung tatsächlich in einem Entscheidungskonflikt mit für ihn sinnvollen Alternativen gestanden hätte. Bei einem Verstoß gegen die Aufklärungspflicht haftet der Arzt – infolge der daraus resultierenden Rechtswidrigkeit des Eingriffs – grundsätzlich für sämtliche schädlichen Folgen des Eingriffs für den Patienten, selbst wenn er sich im Übrigen „lege artis“ verhalten hat.

Wie umfassend die Aufklärung sein muss, richtet sich dabei nach der Dringlichkeit der Operation. Handelt es sich beispielsweise um einen rein ästhetischen Eingriff, muss über alle auftretenden Risiken aufgeklärt werden, ist deren Eintritt noch so unwahrscheinlich. Nach demselben Maßstab richtet sich auch der Zeitpunkt, zu welchem die Aufklärung zu erfolgen hat. Erfolgt eine Aufklärung erst einen Tag vorher, ist der Patient schon zu weit in die Vorbereitungen der Operation eingebunden, sodass er nicht mehr frei für sich über das Für und Wider des Eingriffs entscheiden kann.

Neben Aufklärungsfehlern können auch klassische Behandlungsfehler während der Operation auftreten. Grundsätzlich trägt der Patient die Beweislast für den Behandlungsfehler des Arztes und des Kausalzusammenhanges zwischen diesem und dem eingetretenen Gesundheitsschaden. Wenn der Patient jedoch darlegen kann, dass ein grober Behandlungsfehler vorliegt, kommt es zur sog. Beweislastumkehr: Dann wird die Ursächlichkeit des Behandlungsfehlers für den Schaden widerleglich vermutet.

Auch wenn die Dokumentation über die Operation fehlt oder nur unzureichend ist, kommt es zum sog. Anscheinsbeweis und damit zur Beweislastumkehr. Dem Arzt wird es aufgrund der mangelnden Dokumentation kaum gelingen das Gericht zu überzeugen, es läge kein Behandlungsfehler vor.

Bei der Durchführung einer Schönheits-Operation schuldet der Arzt aber nicht die Herbeiführung einer besonderen ästhetischen Wirkung oder die Erfüllung eines Schönheitsideals. Man kann daher – nicht allein aufgrund des Ausbleibens des Erfolges – auf einen etwaigen Behandlungsfehler schließen.

Der betroffene Patient kann aber von seinem Arzt erwarten, dass der operative ästhetisch-plastische Eingriff und auch die Nachsorge nach dem anerkannten und gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaft durchgeführt wird. Denn auch wenn der behandelnde Arzt nicht für den gewünschten Erfolg einstehen muss, so schuldet er eine sachgerechte und fehlerfreie Behandlung.

Werden von dem Arzt hier Fehler gemacht, muss er für diese auch einstehen.

Wir geben unser Bestes: Für Ihr Patientenrecht.

Zwischen Mandant und Anwalt ist vor allem eines wichtig: Vertrauen. Grundlage unserer Zusammenarbeit ist daher eine kostenfreie anwaltliche Erstberatung. So lernen Sie uns und wir Sie und Ihren Fall kennen.

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