1. Die Aufklärung des Patienten- Theorie und Praxis

Jan 14, 2010

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHSt 35, 246) und der Berufsordnung deutscher Ärzte (§ 8) hat der Arzt die Pflicht, seinen Patienten umfassend über die Gründe einer erwogenen medizinischen Behandlung mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen aufzuklären, damit der Patient im Rahmen des informierten Konsenses Gebrauch von seinem Selbstbestimmungsrecht und seiner Entscheidungsfreiheit machen kann. Zur medizinischen Behandlungen gehören nicht nur therapeutische Maßnahmen, wie zum Beispiel Operationen, sondern auch diagnostische Verfahren.

Ein informierter Konsensus kann nur erreicht werden, wenn zunächst seitens des Arztes und des Patienten ein entsprechendes Wissen vorhanden ist. Dazu bedarf es einer korrekten Wissensvermittlung in medizinischen Fachjournalen und Patientenbroschüren und einem grundlegenden Verständnis von Statistiken.

Eine Reihe von Studien hat jedoch gezeigt, dass die Mehrzahl der Ärzte und Patienten dieses grundlegende statistische Verständnis nicht haben. Dies liegt zum Teil an der mangelnden Ausbildung, sowie auch oft an der Art und Weise, wie Statistik präsentiert wird. In den  nachfolgenden Beiträgen werden daher verschiedene, in der Medizin genutzte statistische Formate vorgestellt und erläutert.

Weitere Urteile und Erfolge

Zahnarzthonorar höher als im Heil- und Kostenplan angegeben

Der Zahnarzt ist verpflichtet, das zahnärztliche Honorar so genau wie möglich im Vorhinein aufzuschlüsseln. Eine Erhöhung des im Heil- und Kostenplan vorgeschlagenen Honorars ist nur dann gerechtfertigt, wenn nicht vorhersehbare Umstände zu einer Erhöhung des...

Karpaltunnelsyndroms – eine fehlerhafte Behandlung

Das Karpaltunnelsyndrom, eine Kompressionssyndrom des Nervus mediarus im Bereich der Handwurzel. Diese Krankheit ist in Deutschland weit verbreitete, insbesondere sind Frauen betroffen. Die konservative Behandlung eines Karpaltunnelsystems ist zunächst durch das...

6.800 € Schadensausgleich nach Skiunfall

Unser Mandant erlitt einen Skiunfall in Österreich. Der Unfall ereignete sich ohne Verschulden seitens unseres Mandanten. Er erlitt einen Knochenbruch und musste sich mehrere Wochen in ärztliche Behandlung begeben. Wir nahmen daraufhin die Verhandlungen mit der...

PIP- Prozess geht in die nächste Runde

Nachdem das LG Karlsruhe im Fall unserer Mandantin mit Urteil vom 25.11.2014 die Klage gegen den behandelnden Arzt, den TÜV Rheinland und die Allianz France vollumfänglich abgewiesen hatte, wurde hiergegen nunmehr Berufung zum OLG Karlsruhe eingelegt. Das Urteil des...

50.000,- Euro Schmerzensgeld für fehlerhafte Schulteroperation

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 01.07.2014, Aktenzeichen: 26 U 4/13, der Klägerin 50.000,- Euro Schmerzensgeld aufgrund eines groben Behandlungsfehlers mit der Folge des fast vollständigen Funktionsverlustes einer Schulter zuerkannt. Die Klägerin ließ in der Klinik...