2.4. Die Pflicht zur Verlaufsaufklärung

Durch die sogenannte Verlaufsaufklärung muss der Patient über die Art, die Durchführung und dem Umfang des Eingriffs informiert werden.

Der Umfang der Verlaufsaufklärung richtete sich nach der Person des Patienten, beziehungsweise nach dessen Intelligenz, seiner Bildung und seinem Verständnisvermögen. Es ist hierbei auch zu berücksichtigen, dass viele Eingriffe in Laienkreisen bereits weitgehend bekannt sind (Blinddarmentfernung). Inhaltlich ist dem Patienten ist die Art des Eingriffes mitzuteilen und auf welche Weise dieser vorgenommen wird. Der Arzt ist hierbei nicht verpflichtet, jede Einzelheit des operativen Eingriffes genauestens zu erklären. So muss er beispielsweise nicht erläutern, wann er welche Nähte setzen wird. Bei einer Blinddarmentfernung muss er dem Patient aber beispielsweise erläutern, wie die Bauchdecke geöffnet und der entzündete Blinddarm herausgenommen wird. Bei einer Gastrokopie hingegen muss er das Einführen eines Schlauches in die Speiseröhre zum Magen schildern. Außerdem sind dem Patienten die sicheren Folgen des Eingriffs zu beschreiben. In diesem Sinne muss er zum Beispiel über Operationsnarben oder die Unfruchtbarkeit als Folge einer Entfernung der Eierstöcke hingewiesen werden. Ganz allgemein bekannte oder logische Folgen eines Eingriffes, wie beispielsweise die Entstehung einer Zahnlücke nach einer erfolgten Zahnextraktion, können als Allgemeinwissen vorausgesetzt werden. Des Weiteren sind die Erfolgschancen des Eingriffs und die Erfolgssicherheit der Methode Bestandteil der Verlaufsaufklärung. Demgemäß ist der Patient auch über die Möglichkeit schwerer Komplikationen aufzuklären. Auch ist es ihm mitzuteilen, dass beispielsweise von vornherein eine große Gefahr des Misserfolges gegeben ist.

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