3.2. Berücksichtigung der Prävalenz der Erkrankung

Darüber hinaus ist es wichtig hervorzuheben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein positives Testresultat tatsächlich bedeutet, dass man erkrankt ist, von der Prävalenz der Erkrankung in der jeweiligen Population abhängt.

Das nachfolgende Beispiel soll dies näher darlegen. Zunächst soll hierfür angenommen werden, dass die 55-jährige Frau nicht zur Normalrisikogruppe, sondern stattdessen zur Hochrisikogruppe der BRCA1-Genmutations-Trägerinnen gehört. Für ihre Altersgruppe wird die Brustkrebsprävalenz auf ca. 50 Prozent geschätzt. Erhält diese Frau nun ein positives Mammogramm, muss von einer anderen, höheren Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden, dass sie tatsächlich Brustkrebs habe.

Angenommen 1.000 dieser Hochrisiko-Frauen im Alter von 55 Jahren nehmen am Mammographie-Screening teil, wobei von diesen 500 tatsächlich Brustkrebs (50 % Prävalenz) haben. Weiter sei unterstellt, dass von diesen 500 Frauen 450 einen positiven Mammographie-Befund (90 % Sensitivität) erhalten. Von den verbleibenden, nicht erkrankten 500 Frauen (1.000 -500) erhalten wiederum 45 (9 % Falsch-positiv-Rate) einen positiven Befund. Das bedeutet, dass es unter den 1.000 Hochrisiko-Frauen 495 (450+45) Frauen geben wird, die einen positiven Befund erhalten. Davon haben 450 Frauen tatsächlich Brustkrebs. Folglich beträgt die Wahrscheinlichkeit einer positiv getesteten Hochrisiko-Frau, tatsächlich an Brustkrebs erkrankt zu sein, ca. 91 Prozent.

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