Die ärztliche Aufklärungspflicht – Behandlungsaufklärung

Feb 2, 2010

Die Behandlungsaufklärung ist eine Aufklärung über die Art, den Umfang und die Durchführung des Eingriffs beim Patienten. Dabei soll vorherrschend kein spezielles medizinisches Fachwissen vermittelt werden.

Nach der Rechtsprechung ist es ausreichend, dass dem Patienten die Bedeutsamkeit des Eingriffs „im Großen und Ganzen“ vermittelt wird, so dass er weiß, worin er einwilligt.

Diese Aufklärung soll dem Patienten eine allgemeine Vorstellung vermitteln, darüber was geplant ist, und was der Eingriff für seine persönliche Lage bedeuten kann.

> Der Arzt hat aber auch über medizinisches Detailwissen aufzuklären, wenn der Patient dies nachfrägt.

Was eine „Aufklärung über den Eingriff im Großen und Ganzen“ ist, ist nur im Einzelfall zu beantworten, unter Beachtung:

  1. des jeweiligen Eingriffes
  2. den individuellen Patienten und
  3. die Erkenntnisfähigkeit des individuellen Patienten.

Die Aufklärung eines klugen, bewanderten und wissbegierigen Patienten „mit dem Bild einer informierten und aktiven Persönlichkeit“, kann deutlich weniger intensiv sein, als die Aufklärung eines geistig einfachen Patienten.

Ersterem wird zugetraut, dass er „durch Fragen selbst auf eine Vervollständigung der Belehrung hinwirkt, falls sie ihm zu knapp und unvollständig erscheint.“

Gemeinhin kann bemerkt werden, dass der Arzt über den Eingriffs insoweit informieren muss, als dies vernünftigerweise einen Patienten in der betreffenden Lage interessiert. Will der Patient weitere Aufklärungen, muss er fragen.

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