Die ärztliche Aufklärungspflicht – Risikoaufklärung – Allgemeine Risiken

Allgemeine Risiken sind Risiken die mit jeder Operation verbunden sind. Erstaunlicherweise, muss der Patient in aller Regel nicht über diese allgemeinen Risiken aufgeklärt werden. Der Arzt darf grundsätzlich bei jedem Patienten das Kennen der allgemeinen Risiken (z.B. Embolien, Infektionen, Narbenbrüche, Nachblutungen) von Operationen voraussetzen.

> In einschlägigen Entscheidungen hat der BGH allerdings betont, dass unter bestimmten Umständen auch über allgemeine Risiken aufzuklären ist!

Über allgemeine Risiken ist aufzuklären, wenn:

  • ein Patient ausnahmsweise mit dem Eintritt der allgemeinen Risiken nicht rechnen musste.
  • von einem Laien die faktische Tragweite des allgemeinen Risikos verkannt wird.
  • die Komplikation in eine Richtung verlaufen kann, die für einen Laien überraschend ist.
  • dem Patienten diese Risiken abstrakt bekannt sind, aber er damit nicht weiß, wie hoch die Gefahr der Verwirklichung gerade bei diesem betreffenden Eingriff in dem konkreten Krankenhaus ist.

> Die Aufklärung, über allgemeine Risiken, muss dann so detailliiert sein, dass der Patient sich ein einwandfreies Bild über die reale Gefahr des Eingriffs machen kann.

Zu diesem Zweck ist es weder notwendig, und auch nicht ausreichend, den medizinisch richtigen Begriff zu erwähnen.

Ist es allerdings nur möglich durch die Benutzung eines bestimmten medizinischen oder allgemeinen sprachlichen Begriffes, dem Patienten die denkbaren, weit reichenden Folgen des Eingriffs für sein späteres Leben zu verdeutlichen, dann muss auch genau dieses Wort im Aufklärungsgespräch fallen.

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