75.000 Euro nach nicht erkanntem Herzinfarkt

Jun 17, 2014

Trotz eindeutiger Symptome und der Tatsache, dass der Kläger als Hochrisikopatient einzustufen gewesen war, wurde ein akuter Herzinfarkt nicht erkannt.

Nachdem der Kläger von dem beklagten Hausarzt, ohne weitere Behandlung, nach Hause geschickt wurde, erlitt er einen Herz-Kreislaufstillstand. Dank einer Laienreanimation konnte der Klägerin jedoch in letzter Sekunde gerettet werden.

Eine außergerichtliche Regulierung wurde durch die Haftpflichtversicherung der Gegenseite unverständlicherweise noch abgelehnt.

Daher wurde durch den sachbearbeitenden Fachanwalt die Arzthaftungsklage bei dem zuständigen Landgericht Traunstein eingereicht.

Bereits kurze Zeit nach Klageeinreichung hatte die Gegenseite, vor Erstellung eines Gutachtens, Vergleichsgespräche angeboten. Leider verstarb der Kläger während des laufenden Verfahrens.

Die Erben werden nun mit einem Betrag in Höhe von 75.000,– Euro entschädigt werden, wobei hier auch ein angemessenes Schmerzensgeld des Klägers enthalten ist.

Auch dieser Fall zeigt wieder deutlich, dass sich Betroffene besonders in Arzthaftungsangelegenheiten immer von einem spezialisierten Rechtsanwalt vertreten lassen sollten.

Weitere Urteile und Erfolge

Zahnarzthonorar höher als im Heil- und Kostenplan angegeben

Der Zahnarzt ist verpflichtet, das zahnärztliche Honorar so genau wie möglich im Vorhinein aufzuschlüsseln. Eine Erhöhung des im Heil- und Kostenplan vorgeschlagenen Honorars ist nur dann gerechtfertigt, wenn nicht vorhersehbare Umstände zu einer Erhöhung des...

Karpaltunnelsyndroms – eine fehlerhafte Behandlung

Das Karpaltunnelsyndrom, eine Kompressionssyndrom des Nervus mediarus im Bereich der Handwurzel. Diese Krankheit ist in Deutschland weit verbreitete, insbesondere sind Frauen betroffen. Die konservative Behandlung eines Karpaltunnelsystems ist zunächst durch das...

6.800 € Schadensausgleich nach Skiunfall

Unser Mandant erlitt einen Skiunfall in Österreich. Der Unfall ereignete sich ohne Verschulden seitens unseres Mandanten. Er erlitt einen Knochenbruch und musste sich mehrere Wochen in ärztliche Behandlung begeben. Wir nahmen daraufhin die Verhandlungen mit der...

50.000,- Euro Schmerzensgeld für fehlerhafte Schulteroperation

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 01.07.2014, Aktenzeichen: 26 U 4/13, der Klägerin 50.000,- Euro Schmerzensgeld aufgrund eines groben Behandlungsfehlers mit der Folge des fast vollständigen Funktionsverlustes einer Schulter zuerkannt. Die Klägerin ließ in der Klinik...