Schadensersatz und Schmerzensgeld bei fehlerhaften Medizinprodukten

Haftung und Schadensersatz bei fehlerhaften Medizinprodukten

Fehlerhaftes Medizinprodukt: Große Gesundheitsrisiken für Patienten

Immer wieder wird bekannt, dass ein bestimmter Hersteller ein fehlerhaftes Medizinprodukt in den Verkehr gebracht hat.

Ob mangelhaftes Brustimplantat, Metallabrieb bei Hüftprothesen oder Spannungsrisse in Gelenkprothesen – mit einem fehlerhaften Medizinprodukt können erhebliche Gefahren für Leib und Leben verbunden sein.

Als Patientenanwalt stehen wir für eine umfassende, erfahrene und objektive Beratung unserer Mandanten zum Thema fehlerhaftes Medizinprodukt.

Ein fehlerhaftes Medizinprodukt kann Ansprüche der betroffenen Patienten auf Schadensersatz (einschließlich Zukunftsschäden) und Schmerzensgeld begründen.

Fehlerhaftes Medizinprodukt: Ihre Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld

Welche Ansprüche konkret Ihnen aufgrund eines fehlerhaften Medizinproduktes gegen Hersteller, Aufsichtsbehörden oder Ärzte entstehen, muss im individuellen Einzelfall geprüft werden. In der Regel geht es um Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Dabei finden auch Zukunftsschäden Berücksichtigung. Als Patientenanwalt mit viel Erfahrung beraten und betreuen wir Mandanten in ganz Deutschland. Es zeichnet unsere Arbeit aus, dass wir jeden Fall neutral, unbefangen und nüchtern betrachten. In die Beratung und Vertretung unserer Patientenmandanten bringen wir die gesamte jahrelange Erfahrung im Umgang mit fehlerhaften Medizinprodukten ein.

Wir kennen die große psychische Belastung, die mit rechtlichen Verfahren in diesem Bereich einhergeht. Ein fehlerhaftes Medizinprodukt kann nicht nur zu schweren gesundheitlichen Schäden auf der organischen Ebene führen. Die Ängste und Unsicherheiten über die möglichen Folgen des mangelhaften Medizinprodukts in oftmals jahrelangen Verfahren stellen Belastungen ganz eigener Art dar. Auch in diesem Bereich befähigt uns unsere umfassende Erfahrung, die Mandanten kompetent und einfühlsam durch diese schwierige Zeit zu begleiten.

Wie erkennt man ein fehlerhaftes Medizinprodukt und was gilt für die Vermarktung der mangelhaften Produkte?

Mängel bei Medizinprodukten stellen Ärzte, Behörden, Rechtsexperten und Fachgutachter vor Herausforderungen. Nicht immer zeigt sich ein Mangel an einem Medizinprodukt deutlich und auf den ersten Blick als Mangel erkennbar. Brechen wiederholt künstliche Gelenke eines Herstellers, kann das ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass ein fehlerhaftes Medizinprodukt vorliegt. Bei anderen Mängeln zeigen sich die möglichen Fehler und deren Folgen vielleicht erst nach einiger Zeit.

Beispielsweise wurde bei einigen Hüftprothesen in den letzten Jahren Metallabrieb festgestellt. Die feinen Schwermetallteilchen der Prothesen konnten sich im Körper verteilen und möglicherweise Organe schädigen. Ohne weitere Hinweise auf ein fehlerhaftes Medizinprodukt werden solche Mängel häufig erst bekannt, wenn es tatsächlich zu gesundheitlichen Folgeschäden wie in diesem Fall

durch den Metallabrieb gekommen ist. Die gesundheitlichen Symptome einer Schwermetallvergiftung sind ebenfalls nicht immer eindeutig. Deshalb kann es einige Zeit dauern, bis Aufsichtsbehörden,
Experten, Ärzte und Betroffene auf ein mangelhaftes Medizinprodukt dieser Art aufmerksam werden.

Für betroffene Patienten sind gerade die fehlerhaften Medizinprodukte mit langwierigen Folgen
besonders beängstigend und belastend. Auch wenn ein fehlerhaftes Medizinprodukt nach Entdeckung vom Markt genommen wird, ist die Leidensgeschichte von Patienten in der Regel noch lange nicht vorbei, sondern beginnt erst.

Was tun bei Verdacht auf ein fehlerhaftes Medizinprodukt?

Beim BfArM finden Sie aktuelle Hinweise auf fehlerhafte Medizinprodukte. Häufig gehen spektakuläre Fälle mit vielen Betroffenen auch durch die Presse. Es wird dann von Gerichtsurteilen in Schadenersatzprozessen berichtet. So können Sie möglicherweise über Ihren Prothesenpass darauf aufmerksam werden, dass bei Ihnen ein fehlerhaftes Medizinprodukt eingesetzt worden sein könnte. In dem Prothesenpass wird auch der Hersteller vermerkt. 

Haben Sie selbst den Verdacht, es mit einem mangelhaften Medizinprodukt zu tun zu haben, sollten Sie das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen. Er verfügt über diagnostische Möglichkeiten, um ein Medizinprodukt mit Mängeln zu identifizieren. Beispielsweise lassen sich etwa bei einem Gelenk Spannungsrisse mit den heutigen Diagnosemöglichkeiten erkennen. Sie sollten sich auch an Ihren Arzt wenden, wenn Sie das Gefühl haben, es mit Symptomen zu tun zu haben, die die Folge eines mangelhaften Medizinproduktes sein könnten. Lassen Sie sich in dieser Frage nicht verunsichern. Schon häufig hat die Intuition von Patienten dazu geführt, dass fehlerhafte Medizinprodukte 

entdeckt und identifiziert werden konnten. 

Bedenken Sie diesem Zusammenhang auch, dass die Folgen von fehlerhaften Medizinprodukten sich in manchen Fällen erst viele Jahre später zeigen können.