Patient im Krankenhaus zusammengeschlagen

Mai 27, 2013

Wegen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung befand sich unser Mandant im MVZ Immenstadt Allgäu. Hier wurde er von einem anderen Patienten brutal zusammengeschlagen und fast bis zum Tode gewürgt.

Bei dem Täter handelt es sich um einen psychisch Kranken, dessen aggressives Verhalten den behandelnden Ärzten sowie dem Pflegepersonal des MVZ Immenstadt Allgäu auch bekannt war bzw. hätte bekannt sein müssen. Trotz dieses Umstandes wurde der Täter auf das Zimmer unseres Mandanten verlegt, wo sich der tragische Vorfall ereignete.

Zu der Pflicht der Ärzte gehört es nicht nur, den Patienten medizinisch lege artis zu behandeln, vielmehr besteht ferner die Pflicht sonstige vermeidbare Gefahren von ihm abzuwenden. Hierzu gehört eine Sicherung und Überwachung im Rahmen des Zumutbaren (vgl. BGHZ 96, 98, 101/102). Es obliegt den Ärzten für eine Organisationsstruktur zu sorgen, die es ausschließt, dass Patienten von erkannt aggressiv psychisch Kranken schwer verletzt werden.

Es somit eine Haftung aus dem Gesichtspunkt eines Überwachungsverschuldens begründet. Für unseren schwer geschädigten Mandanten machen wir u.a Schmerzensgeld geltend (vgl. zum Schmerzensgeld im Arzthaftungsrecht http://schmerzensgeld.info/schmerzensgeldanspruch-arzthaftungrecht 450/fachartikeldetail.aspx).

Weitere Urteile und Erfolge

Zahnarzthonorar höher als im Heil- und Kostenplan angegeben

Der Zahnarzt ist verpflichtet, das zahnärztliche Honorar so genau wie möglich im Vorhinein aufzuschlüsseln. Eine Erhöhung des im Heil- und Kostenplan vorgeschlagenen Honorars ist nur dann gerechtfertigt, wenn nicht vorhersehbare Umstände zu einer Erhöhung des...

Karpaltunnelsyndroms – eine fehlerhafte Behandlung

Das Karpaltunnelsyndrom, eine Kompressionssyndrom des Nervus mediarus im Bereich der Handwurzel. Diese Krankheit ist in Deutschland weit verbreitete, insbesondere sind Frauen betroffen. Die konservative Behandlung eines Karpaltunnelsystems ist zunächst durch das...

6.800 € Schadensausgleich nach Skiunfall

Unser Mandant erlitt einen Skiunfall in Österreich. Der Unfall ereignete sich ohne Verschulden seitens unseres Mandanten. Er erlitt einen Knochenbruch und musste sich mehrere Wochen in ärztliche Behandlung begeben. Wir nahmen daraufhin die Verhandlungen mit der...

50.000,- Euro Schmerzensgeld für fehlerhafte Schulteroperation

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 01.07.2014, Aktenzeichen: 26 U 4/13, der Klägerin 50.000,- Euro Schmerzensgeld aufgrund eines groben Behandlungsfehlers mit der Folge des fast vollständigen Funktionsverlustes einer Schulter zuerkannt. Die Klägerin ließ in der Klinik...