Haftung des Arztes für eine Behandlung ohne Aufklärung

Dez 9, 2011

Vor einem operativen Eingriff oder einer sonstigen Behandlung muss der Patient umfassend aufgeklärt werden, damit er wirksam in die Operation einwilligen kann.

Erfolgt eine solche ordnungsgemäße  Aufklärung nicht oder hat der Patient eine
solche nicht ausreichend verstanden, so ist auch die Einwilligung nicht wirksam.

Führt der Arzt dennoch anschließend die Behandlung durch, so begeht der Arzt durch diesen Eingriff eine Körperverletzung im zivilrechtlichen Sinn  sowie auch in strafrechtlicher Hinsicht.

In diesem Fall kann nicht nur ein zivilrechtlicher Anspruch des Patienten bestehen, darüber hinaus kann auch eine Strafanzeige erstellt werden. Diese geht anschließend der Staatsanwaltschaft zu, welche dann weiter ermittelt. Die Ergebnisse des Strafverfahrens können auch im zivilrechtlichen Verfahren beigezogen werden,  was bei der
Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen für den Patienten von Bedeutung sein
kann.

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