Schadensersatz und Schmerzensgeld für gerissene und krebserregende Brustimplantate

Schadensersatz und Schmerzensgeld bei fehlerhaften Brustimplantaten

Krebs durch ein Brustkrebsimplantat? Leider ist das die traurige Wahrheit. Insbesondere texturierte Brustimplantate des Pharmaunternehmens Allergan stehen im Verdacht, das Wachstum des Lymphoms BIA-ALCL zu begünstigen und Brustkrebs zu erzeugen. Diese seltene Krebsart kann tödliche Folgen haben. – Sind auch Sie davon betroffen, kann Ihnen ein Schmerzensgeld von mindestens 100.000 Euro zustehen.

Als Patientenanwälte und Fachanwälte klären wir Sie über die Vorgänge auf und helfen Ihnen, Ihren Anspruch auf Schmerzensgeld geltend zu machen. Schildern Sie uns in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch alle wichtigen Details, wir überprüfen Ihre Anspruchshöhe und Erfolgsaussichten auf Schadensersatz.

BIA-ALCL – dieser Krebs kann tödlich sein

Die derzeit bekannten Fallzahlen sind sicherlich nur die Spitze des Eisbergs, weil die meisten Gynäkologen, Internisten, Onkologen und Ärzte mit dem Thema wenig vertraut sind. Doch BIA-ALCL ist eine sehr ernste Erkrankung des Immunsystems, die eine seltene, aber aggressive Krebsform hervorruft und zu Tod führen kann. 

Was macht diesen Krebs so fährlich? Bei einer BIA-ALCL-Erkrankung können in den Lymphknoten Ansammlungen von (bösartig) veränderten T-Lymphozyten (T-Zellen) gefunden werden. Diese Ansammlungen können in den Lymphknoten noch Jahre nach der Implantation auftreten – häufig in der Kapsel oder der Nähe des Brustimplantats – und zu Lymphdrüsenkrebs führen. Leider erfolgt eine Diagnose im Schnitt erst nach acht bis zehn Jahren.

Wie hoch die Anzahl der BIA-ALCL-Erkrankungen?

Von den bis Ende 2019 bekannten Fällen von BIA-ALCL-Erkrankungen wurden 95 % mit Implantaten in Verbindung gebracht, die eine raue oder strukturierte Oberfläche haben. Nicht eindeutig zuzuordnen sind die anderen 5 % der Fälle. Hierbei können als Ursache glatte Implantate in Frage kommen, wobei es bei einigen Fällen eine Vorgeschichte mit texturierten Brustimplantaten gab. (Quelle: https://www.risikenvonbrustimplantaten.de/krebs-durch-implantate_ALCL-Brustimplantate_implantate-lösen-krebs-aus)

Genaue Zahlen gibt es in diesem Zusammenhang nicht, die Festsetzung der Zahlen beruht auf einer Schätzung.
Weniger als einer von 100.000 Implantierten erkrankt auch tatsächlich an einem BIA-ALCL. Damit ist das Risiko zwar als sehr gering einzustufen, aber auf keinen Fall auszuschließen.

Typische Symptome von BIA-ALCL erkennen

Bei einer BIA-ALCL-Erkrankung vermehren sich die Lymphomzellen in oder um ein Brustimplantat, es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen. Häufig kommt es zu folgenden Symptomen:

  • veränderte Brustform
  • Veränderung der Implantat-Form
  • Brustasymmetrie
  • die Brust fühlt sich anders an
  • es entwickeln sich Klumpen in oder um die Brust oder unter der Achselhöhle
  • geschwollene Lymphknoten
  • Rötung der Haut/Juckreiz in Brustnähe
  • Hautveränderungen an oder nahe der Brust
  • im Ultraschall und/oder MRT können Flüssigkeit oder Bereiche mit erhöhter Dicke bzw. Masse um das Brustimplantat gesehen werden
  • Fieber
  • starke Müdigkeit
  • Nachtschweiß

Diese pathologischen Veränderungen sind nach Einschätzung des BfArM für einen Arzt als auch für Patienten gut erkennbar. Einige dieser Symptome können auch auf andere Erkrankungen zurückgeführt werden. Somit können auch Erkrankungen, wie Kapselfibrose oder die Breat Implant Illness, nicht ausgeschlossen werden. Um das genau abzuklären, sollten Sie immer eine Flüssigkeits- oder Gewebeuntersuchung durch einen Pathologen vornehmen lassen. Um frühzeitig etwaige Komplikationen zu unterbinden, wird Implantat-Trägerinnen geraten, einmal jährlich zur Nachsorgeuntersuchung eine Kontrolle per Ultraschall vornehmen zu lassen. 

Ihr Recht auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei fehlerhaften Brustimplantaten

Da es sich bei fehlerhaften Brustimplantaten um sogenannte Medizinprodukte handelt könnten sich damit unter anderem Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Ersatz für mögliche Zukunftsschäden ergeben. Dabei handelt es sich um Schadensersatzansprüche im Rahmen des Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) und der Produzentenhaftung.

Als erfahrene Patientenanwälte und Fachanwälte verklagen wir in Ihrem Namen den Hersteller und setzen den Streitwert dabei in der Regel auf mindestens 100.000 Euro fest. Gerade im juristischen Bereich ist es notwendig, alle Möglichkeiten auf dem prozessualen Wege auszuschöpfen und alle Schritte zu unternehmen, um Ihnen als Betroffene zu Ihrem Recht zu verhelfen.

Schildern Sie uns Ihren Fall: Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, damit Sie zu Ihrem Recht auf eine finanzielle Entschädigung kommen. Unser Erstgespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Schonungslose Aufklärung über die spezifischen Risiken bei einer Brustaugmentation

Bei einer Brustaugmentation mit Silikonimplantaten neben den allgemeinen Operationsrisiken (Blutung, Infektion, Narbenbildung, Kapselfibrose, Folgeoperationen, mögliche Notwendigkeit des Austauschs des Implantats, Gefahr einer Asymmetrie, möglicherweise unbefriedigendes kosmetisches Ergebnis) insbesondere über folgendes aufzuklären

– Implantatfalten- und Dellenbildung, Implantat-Abstoßung, Gewebenekrosen, Entzündungen, Infektionen, Abszesse sowie Serombildung und Wundwasseransammlung, Implantat-Drehung, Schmerzen;

– Ausbrechen von Autoimmunkrankheiten (sowie deren schwerwiegenden Folgen), neurologische und operationslagerungsbedingte Risiken sowie das Risiko der Erkrankung an einem anaplastischen, großzelligen Lymphom (BIA-ALCL);

– die Haltbarkeit von Silikonimplantaten begrenzt ist und durchschnittlich etwa 10 – 15 Jahre beträgt und die daher nach zehn Jahren eine regelmäßige engmaschige Kontrolle und gegebenenfalls einen Austausch der Implantate erforderlich macht. Der Patientin sollte vor allem die Wahrscheinlichkeit eines weiteren operativen (Folge-)Eingriffs binnen 10 Jahren nach der Brustvergrößerung realistisch dargestellt werden;

– die tatsächliche Lebensdauer individuell verschieden ist und von der Reaktion der Implantate mit dem umliegenden Gewebe abhängt, die wiederum von seiner Größe, dem Weichteilmantel, der Lage der Implantate und den körperlichen Aktivitäten der Patientin beeinflusst wird;

– zu den Umständen, welche die Lebensdauer der Implantate begrenzen, auch die Risiken einer Implantatruptur mit dem Folgen möglicher lokaler Gewerbereaktionen, oder einer Beschädigung des Implantats durch massive Gewalteinwirkung (beispielsweise bei einem Auto- oder Sportunfall);

– einem Gel-Bleeding (Phänomen, dass geringere Mengen des Gels aufgrund der Beschaffenheit der Implantathülle ausschwitzen können) du damit verbunden möglichen Nachweis von Silikon im Körper;

– das bei hohem familiären Brustkrebsrisiko sowie nach Brustkrebs-Op (Brusterhaltende Therapie) eine Brustvergrösserung sehr kritisch ist und das Implantat die bildgebende Kontrolle in der Brustkrebsnachsorge beeinträchtigen kann und verdächtige Befunde nicht oder schlechter bzw. erst verspätet erkannt werden können;

– dass nach einer Bestrahlung der Brust das Verkapselungsrisiko (Kapselfibrose) bei Brustvergrößerung deutlich erhöht ist;

– dass bei bekannten immunologisch bedingten Bindegewebserkrankungen und Allergiedisposition Zurückhaltung bei der Durchführung einer Brustvergrößerung geboten ist.

Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich?

Bei den fehlerhaften Brustimplantaten handelt es sich um Medizinprodukte, für die der Hersteller im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG) und der Produzentenhaftung haften muss. Dadurch könnten sich Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Ersatz für mögliche Zukunftsschäden ergeben –
als erfahrene Patientenanwälte und Fachanwälte setzen uns für Ihre Rechte rigoros ein.

Wann sollte ich mich um die rechtlichen Schritte kümmern?

Alle Ansprüche unterliegen einer gesetzlichen Verjährungsfrist. Daher ist es wichtig, dass Sie so schnell wie möglich handeln: Kontaktieren Sie uns schnellstmöglich, damit so die Verjährungsfrist gehemmt werden kann. Damit bleiben Ihre Ansprüche durchsetzbar und wir können uns für Sie einsetzen!