Erstes Urteil in Spanien im Skandal um PIP Brustimplantate

Feb 7, 2012

Nach neuesten Pressemeldungen ist auch in Madrid (Spanien) ein Urteil zu dem Skandal um die Brustimplantate gesprochen worden.  Aktuell ist offenbar ein Arzt (dort ein sog. „Schönheitschirurg“) wegen Verletzung von Informationspflichten sowie eine Klinik zur Zahlung einer Entschädigung i.H. von 7.500 Euro verurteilt worden. Das hat die Nachrichtenagentur EEF heute, 07.02.2012, berichtet. Auch in dem Fall in Spanien waren der Geschädigten Implantate von „Poly Implant Prothese“ (PIP) eingesetzt. Eines dieser Implantate ist geplatzt; es hat sich ein diesen Silikonkissen innewohnendes Risiko verwirklicht. Das Gericht hat entschieden, dass die Frau nicht hinreichend über die Risiken der Billigimplantate unterrichtet worden ist – ein Vorwurf, der auch den Verfahren der Patientenanwalt AG zugrunde liegt: fehlerhafte Aufklärung. Das Gericht in Madrid liegt im Grundsatz damit auf einer Linie mit dem Gericht in Avignon, welches die Allianz zur Zahlung verurteilt hatte. Der Unterscheid besteht derzeit noch darin, dass nun wohl erstmals ein Arzt und eine Klinik zur Zahlung verurteilt werden.

Weitere Urteile und Erfolge

Zahnarzthonorar höher als im Heil- und Kostenplan angegeben

Der Zahnarzt ist verpflichtet, das zahnärztliche Honorar so genau wie möglich im Vorhinein aufzuschlüsseln. Eine Erhöhung des im Heil- und Kostenplan vorgeschlagenen Honorars ist nur dann gerechtfertigt, wenn nicht vorhersehbare Umstände zu einer Erhöhung des...

Karpaltunnelsyndroms – eine fehlerhafte Behandlung

Das Karpaltunnelsyndrom, eine Kompressionssyndrom des Nervus mediarus im Bereich der Handwurzel. Diese Krankheit ist in Deutschland weit verbreitete, insbesondere sind Frauen betroffen. Die konservative Behandlung eines Karpaltunnelsystems ist zunächst durch das...

6.800 € Schadensausgleich nach Skiunfall

Unser Mandant erlitt einen Skiunfall in Österreich. Der Unfall ereignete sich ohne Verschulden seitens unseres Mandanten. Er erlitt einen Knochenbruch und musste sich mehrere Wochen in ärztliche Behandlung begeben. Wir nahmen daraufhin die Verhandlungen mit der...

PIP- Prozess geht in die nächste Runde

Nachdem das LG Karlsruhe im Fall unserer Mandantin mit Urteil vom 25.11.2014 die Klage gegen den behandelnden Arzt, den TÜV Rheinland und die Allianz France vollumfänglich abgewiesen hatte, wurde hiergegen nunmehr Berufung zum OLG Karlsruhe eingelegt. Das Urteil des...

50.000,- Euro Schmerzensgeld für fehlerhafte Schulteroperation

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 01.07.2014, Aktenzeichen: 26 U 4/13, der Klägerin 50.000,- Euro Schmerzensgeld aufgrund eines groben Behandlungsfehlers mit der Folge des fast vollständigen Funktionsverlustes einer Schulter zuerkannt. Die Klägerin ließ in der Klinik...